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Wir fragen, Sie antworten! Folge 19 vom 10.08.2021
Justiz-Skandal um Ex-Strafrichter Claus P.: Münchener Anwalt rechnet mit Gericht ab

Claus P. ist ehemaliger Strafrichter am Landgericht Augsburg. Zuletzt war er Vorsitzender Richter eines Zivilsenats am Oberlandesgericht München.

Im Juni 2020 wurde nach einer Razzia 4000 kinderpornografisches Material beim ehemaligen Strafrichter gefunden. Wenige Wochen vor seiner Verurteilung stieg er aus dem Richterdienst aus. Nach der R3-Besoldung verdiente er rund 8500 Euro. Das Amtsgericht Augsburg verurteilte ihn zu einer Geldstrafe (in Form eines Strafbefehls) von lediglich 4500 Euro und verzichtete auf eine öffentliche Hauptverhandlung. Bemessungsgrundlage für den Strafbefehl waren hier die Angabe von P., lediglich 900 Euro im Monat zu verdienen. Ein Schelm der böses denkt?

Die Augsburger Justiz wollte den Fall nicht öffentlich machen. Die BILD berichtete mehrfach, zuletzt über den am 8. Juli 2021 rechtskräftig gewordenen Strafbefehl gegen Claus P.

Zahlreiche Anwälte laufen Sturm und sind entsetzt. Wollte die bayerische Justiz den Fall vertuschen?

Mit Dr. Nicolas Frühsorger, einem der Anwälte die sich in der BILD entsetzt gezeigt haben, haben wir über den Fall des Claus P. sehr ausführlich gesprochen. Und er widerspricht der Stellungnahme (in dem BILD-Artikel vom 04.08.2021) des Oberstaatsanwalts Thomas Goger der Generalstaatsanwalt Bamberg sehr deutlich.




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