medien arena - Folge 47 vom 30.01.2021
Christoph Maria Herbst: HAUPTROLLE in WIRECARD-Verfilmung

2020 sorgte WIRECARD für einen großen Skandal, der laut Medienberichten gar bis in die oberste Politikriege reichen soll. Erst in dieser Woche wurde der Bafin-Präsident Felix Hufeld auf Anordnung der zuständigen Ministeriums verlassen, als Konsequenz aus dem großen Wirecard-Skandal.

Rückblick: Am 18. Juni 2020 gestand Wirecard ein, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young für das Jahr 2019 keine ausreichenden Nachweise über die Existenz von Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von 1,9 Milliarden Euro ermitteln konnte. Dieser Betrag entsprach etwa einem Viertel der Bilanzsumme von Wirecard. Ernst & Young, das seit zehn Jahren die Bilanzen von Wirecard jährlich bestätigt hatte, verweigerte daher erstmalig das Testat für die Bilanz des Geschäftsjahrs 2019. Wirecard warnte, dass Banken ohne testierte Bilanz am Folgetag Kredite über rund 2 Mrd. Euro kündigen könnten. Der Handel mit der Wirecard-Aktie wurde zeitweilig ausgesetzt.
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Christoph Maria Herbst: HAUPTROLLE in WIRECARD-Verfilmung

2020 sorgte WIRECARD für einen großen Skandal, der laut Medienberichten gar bis in die oberste Politikriege reichen soll. Erst in dieser Woche wurde der Bafin-Präsident Felix Hufeld auf Anordnung der zuständigen Ministeriums verlassen, als Konsequenz aus dem großen Wirecard-Skandal.

Rückblick: Am 18. Juni 2020 gestand Wirecard ein, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young für das Jahr 2019 keine ausreichenden Nachweise über die Existenz von Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von 1,9 Milliarden Euro ermitteln konnte. Dieser Betrag entsprach etwa einem Viertel der Bilanzsumme von Wirecard. Ernst & Young, das seit zehn Jahren die Bilanzen von Wirecard jährlich bestätigt hatte, verweigerte daher erstmalig das Testat für die Bilanz des Geschäftsjahrs 2019. Wirecard warnte, dass Banken ohne testierte Bilanz am Folgetag Kredite über rund 2 Mrd. Euro kündigen könnten. Der Handel mit der Wirecard-Aktie wurde zeitweilig ausgesetzt.

Der langjährige Vorstandsvorsitzende Markus Braun trat daraufhin zurück und wurde später unter dem Vorwurf der Vortäuschung von Einnahmen und Marktmanipulation festgenommen und nach einer geleisteten Kaution von 5 Millionen Euro wurde der Haftbefehl wieder außer Vollzug gesetzt.

Jan Marsalek, ebenfalls Teil von Wirecard ist seither auf der Flucht. Es ist der insgesamt größte Bilanzskandal in den letzten Jahren gewesen, den nun von UFA Fiction für den Streamingdienst TVNow produziert wird. Christoph Maria Herbst ("Stromberg", "Der Vorname") spielt den inhaftierten Wirecard-Chef Markus Braun. An seiner Seite ist Franz Hartwig ("Feinde", "Charité") zu sehen, der wiederum den untergetauchten Jan Marsalek verkörpert. Daneben steht Nina Kunzendorf ("Charité", "Tatort") als - fiktive - Journalistin Maria Sager vor der Kamera.

Die Dreharbeiten für den fiktiven Teil des Doku-Dramas haben jetzt in Berlin begonnen. In einer Mischung aus Dokumentation und fiktionaler Erzählung soll das Ausmaß des milliardenschweren Betrugs erzählt werden. Die Ausstrahlung von "Der große Fake - Die Wirecard-Story" soll noch im ersten Quartal erfolgen.

Dies und noch viele weitere Medienthemen der letzten Tagen und Wochen, gibt es in unserer neuesten Ausgabe der "medien arena".

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